Es wird operiert ...

Allgemeines vor einer Operation ...

Notwendige medizinische Befunde

Medizinische Voruntersuchung: 
Die sogenannte "Freigabe“, ist eine Voruntersuchung, die in der Regel vor dem Spitalsaufenthalt erfolgt und kann durch eine/n Allgemeinmediziner/in (Hausarzt/ärztin) bzw. durch interne Fachärzte/innen (ggf. Kinder- und Jugendheilkunde, Kardiologie, Innere Medizin, Organspezialisten/-innen) vorgenommen werden. Es geht dabei um die Abklärung ob neben deraktuellen OP-Diagnose noch weitere relevante Vorerkrankungen (aktive und chronische Infektionserkrankungen) vorliegen.
Wichtig ist beispielsweise, dass unmittelbar vor der Operation keine Bronchitis oder fieberhafte Infekte der Atemwege vorliegen.  Medikamente, die die Blutgerinnung schwächen (zB Acetylsalicylsäure und „verwandte Stoffe“) sollten vor Operationen über mehrere Tage nicht eingenommen werden (Funktion der Blutplättchen gestört). Bei therapeutischer Antikoagulation ist die Vorgangsweise mit angewendeten Blutgerinnungshemmern nach interner Begutachtung festzulegen.

Das Narkoserisiko wird nach der ASA-Klassifikation in I-V eingeteilt. In der Regel sind die Patienten in der ASA – Stufe I:        
ASA Stufen  (Zitat: Pschyrembel):
I           normaler, sonst gesunder Patient
II          leichte Allgemeinerkrankung ohne Leistungseinschränkung
III         schwere Allgemeinerkrankung mit Leistungseinschränkung
IV         schwere Allgemeinerkrankung, die mit oder ohne Operation das Leben des Patienten bedroht
V          moribunder Patient, Tod innerhalb von 24 Stunden mit oder ohne Operation zu erwarten
(VI       hirntoter Patient zur Organspende)
E          Notfall

Blutbefunde: 
Blutbefunde richten sich nach der Größe des Eingriffs, dem möglichen Blutverlust, den bestehenden Begleiterkrankungen (Vorerkrankungen/Infektionskrankheiten) und bei nachgewiesen gesunden Personen nach dem Alter (Gesunde unter dem 1. Lebensjahr und danach ab dem 40. Lebensjahr).

Aktuell ist im Zusammenhang mit der CORONA (SARS.CoV-2) – Pandemie neben der Klinik, und ggf. dem Impfstatus (geimpft) sowie einer bereits durchgemachten Infektion (genesen) ein unmittelbarer bzw. zeitnaher negativer PCR – Test nötig. Die genaue Vorgangsweise richtet sich nach der „Pandemielage“ und muss mit den behandelnden Ärzten/-innen abgesprochen werden.

Gängige Vorgabe bei operativen Eingriffen:

  • Blutbild, Blutgruppe, Blutgerinnung, organspezifische Befunde und ggf. Virologie (HIV, Hepatitis C, ...) etc.

Die Operationseinwilligung/sogenannter OP-Revers:

Im Rahmen eines ausführlichen Aufklärungsgesprächs, mit detaillierter Beschreibung der Operationstechnik und möglicher Komplikationen, wird mit dem behandelnden/r  Arzt/Ärztin die Operationseinwilligung durch den Patienten (unter dem 15. Lebensjahr Eltern – Bezugspersonen - erziehungsberechtigten Begleitpersonen) bestätigt. Sie erhalten einen Aufklärungsbogen. 

TIPP: Schreiben Sie sich Fragen auf, die Sie vom Arzt/Ärztin beantwortet haben wollen.

Blutspende

  • Blut wird bei Operationen nahezu nicht benötigt. 
  • Bei größeren Operationen, wo es stärker bluten kann, wird das körpereigene abgeflossene Blut abgesaugt und in einem speziellen Gerät aufbereitet und dem Patienten rückinfundiert (sog. "Cell Saver" Methode). 
  • Die Blutspende von Eltern oder Verwandten ist nach neuen immunologischen Erkenntnissen nicht zu empfehlen. 
  • Bei zu erwartendem Blutverlust kann vor der Operation die Blutbildung durch Medikamente stimuliert werden.

Die Narkoseeinwilligung/Anästhesie-Revers:

In einem wesentlichen Gespräch mit dem Narkosearzt/-ärztin wird die Art und der Ablauf der geplanten Narkose erklärt und auch mögliche Risikofaktoren, wie eine erhöhte Blutungsneigung oder eine bestehende Allergie, angesprochen.

... Die moderne Narkose ist ein sehr sicheres Verfahren geworden (schwere Zwischenfälle an kinderchirurgischen Zentren < 0,01%) ...

Organisatorischer Ablauf - Allgemeines zur Operation

AUFNAHME

  • Die Reservierung des „Bettes/Zimmers“ und des „Operationstermins“ wird organisatorisch vorweg seitens des behandelnden Chirurgen Prim. Univ. Prof Dr. Drhc. Alexander Rokitansky und seinem Team vorgenommen. Ansprechpersonen sind in der Wiener Privatklinik unter aufnahme@wpk.at bzw. telefonisch unter +43 1 40180 7724 und in der Privatklinik Maria Hilf in Klagenfurt unter +43 4242 3044 0 erreichbar.
  • In der Privatklinik Wien benützen Sie die den Haupteingang in der Pelikangasse 15 (1090 Wien) und in der Privatklinik Maria Hilf in Klagenfurt den Eingang in der Radetzkystrasse 35 und melden sich bei der Information. Dort wird begonnen die Aufnahmeformalitäten abzuwickeln.

OPERATIONSTAG

  • Transfer in den OP-Bereich über der Einschleusung. In der Regel können sie ihr Patienten rücksprachlich bis in den Einschleusungsbereich begleitet werden! Dort beginnt die Betreuung durch die Anästhesie.
  • Der Aufwachraum für die unmittelbar postoperative Betreuung liegt auf derselben Ebene (Stockwerk), wie der Operationssaal. Hier besteht die Möglichkeit rücksprachlich mit dem behandelnden Team zum Krankenbett zu kommen. Der Aufenthalt betrifft in der Regel die ersten postoperativen Stunden, kann aber bei größeren Operationen beispielsweise auch über die Nacht angeboten werden. 

Präoperative Nüchternheit:

 Tab. nach Martin Jöhr, 1998
Alter feste Nahrung, Milch Klare Flüssigkeit (Tee, Sirup)
< 6 Monate 4 Std. 2 Std.
6 Monate - 3 Jahre 6 Std. 3 Std.
> 3 Jahre 6-8 Std. 3 Std.

... Diese Regeln gelten nicht für Notfälle!

Routine-, Aufenthalts-, Schonungs-, Diät- u. Sportverbotszeiten

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