Herzerkrankungen beim Kind

Während die meisten Herzerkrankungen beim Erwachsenen durch Veränderungen der Herzkranzgefäße bestimmt sind, handelt es sich bei den Herzerkrankungen des Kindesalters überwiegend um angeborene Fehlbildungen. Unter dem Begriff "angeborene Herzfehler" fasst man verschiedene Erkrankungen zusammen, die vor der Geburt durch eine Störung bei der Entwicklung des Herzens entstehen. Ein solcher Herzfehler kann bereits bei der Geburt offensichtlich sein, manchmal bleibt er jedoch jahrelang unbemerkt. Von 1.000 Neugeborenen leiden 8 unter irgendeiner – meist aber leichter - Form von angeborenen Herzfehlern. Damit stellen die Herzfehler die größte Gruppe angeborener Fehlbildungen dar. Mittels Ultraschalluntersuchung ist es möglich, beim Ungeborenen bereits ab der 16. Schwangerschaftswoche Fehlbildungen und auch Rhythmusstörungen des fetalen Herzens zu diagnostizieren. Manche Kinder werden unmittelbar nach der Geburt auffällig, etwa durchZyanose (Blausucht), Atem- oder Trinkschwierigkeiten, bei anderen wird der Fehler erst im Alter von einigen Tagen, Wochen. Monaten oder gar nach Jahren bemerkt. Hier wird deutlich, dass das enge Netz der Mutterkindpassuntersuchungen sehr wichtig ist und unbedingt genutzt werden sollte. Typische Symptome einer Herzerkrankung wären: ein beschleunigter Herzschlag, eine auffallend angestrengte und beschleunigte Atmung, sichtbare Zyanose, Entwicklung von Ödemen (Einlagerung von Flüssigkeit im Gewebe), schnelle Erschöpfbarkeit, Schwitzen bei geringster Belastung und schlechtes Gedeihen. Der häufigste Grund einer Zuweisung an den Kinderkardiologen ist das Herzgeräusch, oft bei asymptomatischen Kindern. Der Kinderkardiologe ist mit seinen Spezialkenntnissen und den ihm zur Verfügung stehenden diagnostischen Hilfsmitteln wie: Elektrokardiographie, Echokardiographie, gelegentlich auch Röntgen- oder Laboruntersuchung fast immer in der Lage zu entscheiden, ob eine Erkrankung vorliegt oder nicht. Liegt eine Herz-Kreislauferkrankung vor, so hängt das weitere Vorgehen von der Art und der Schwere der Erkrankung ab. Dem Hausarzt, der über diese Untersuchungen umfassend informiert wird, kommt dabei die Aufgabe zu, das Kind zwischen den kinderkardiologischen Spezialuntersuchungen zu betreuen oder auch unvorhersehbare Störungen zu erkennen, die evtl. eine frühere Kontrolluntersuchung erfordern.

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