Die Kinder- und Jugendchirurgische (vormals: Kinderchirurgische) Abteilung des Donauspitals

Während der letzten 10 Jahre entwickelte die Kinder- und Jugendchirurgische Abteilung im Donauspital in Wien zur größten derartigen Einheit in Ostösterreich. Daraus ergab sich in den letzten Jahren eine Steigerung der Operationen um 40%. Das Team der Kinder- und Jugendchirurgie absolviert pro Jahr – mit steigender Tendenz - über 25.000 Patientenkontakte. Eine Entwicklung die, dem Prinzip der geforderten „Erfahrungsverdichtung“ folgend, als äußerst positiv zu bewerten ist.

Jahresvergleich 2003 bis 2014 der Ambulanzfrequenzen
Kinder- und Jugendchirurgische Ambulanz im Donauspital:

Patientenkontakte

Die kinder- und jugendchirurgische Versorgung des Mautner – Markhofschen Kinderspitals und des Preyerschen Kinderspitales wurden – mit dem Jahr 1992 beginnend - in neuen Rahmenbedingungen nach medizinischem Topstandard auf das Donauspital konzentriert. So wurde im vergangenen Jahr die Kinder- und Jugendintensivstation um- und ausgebaut, so dass jeder der Pflegeeinheiten (Intensivzimmer) gesondert den Anforderungen eines Operationssaales entspricht (Spezialklimatisierung, Schleusensystem, etc.) so dass die besten Bedingungen für die intensivmedizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen geschaffen wurden. Das betrifft zum Beispiel die Behandlung von „Verbrennungen“ aber auch Situationen, wo Operationen ohne aufwendigen Transport in einen Operationssaal direkt and der Intensivstation durchgeführt werden können. Jede Behandlungseinheit kann somit in einen Operationssaal mit entsprechender Spezialklimatisierung umfunktioniert werden. Das große Team der Kinder- und Jugendchirurgischen Intensivstation beinhaltet neben speziell ausgebildeten Anästhesisten auch Neugeborenen-Intensivmediziner. Die Ausrichtung der Intensivstation ermöglicht auch die Behandlung schwerkranker Neugeborener nach höchsten medizinischen Standards.

Intensivtherapie bei einem schwerkranken Neugeborenen:

Intensivtherapie bei einem schwerkranken Neugeborenen

Über den Jahreswechsel 2005/2006 wurde der Ambulanzbereich der Kinder- und Jugendchirurgie neu gestaltet um dem medizinischen Höchststandards gerecht zu werden. Die hohen Standards des Donauspitals / SMZOst hat auch dazu geführt, dass das Haus zu einem Universitäts-Lehrspital deklariert wurde. Studenten sollen die Möglichkeit haben hier ihre Ausbildung zu vervollständigen. Zu einem der Qualitätskriterien gehört, dass an der Kinder- und Jugendchirurgischen Abteilung nur Pflegekräfte zum Einsatz kommen die in der Kinder- und Jugendpflege diplomiert sind.

Im Jahr 1994 wurde die Kinderchirurgie zu einem eigenständigen chirurgischen Fach. Sie hat sich, vergleichbar der Abspaltung der Kinderheilkunde von der Inneren Medizin, von den chirurgischen Disziplinen des Erwachsenenalters gelöst. Man hat erkannt, dass ein Kind kein kleiner Erwachsener ist. Die kinderchirurgische Therapie trägt der Reifung, Entwicklung und dem zu erwartenden Wachstum Rechnung. Würde man bei einem Buben den Leistenbruch wie bei einem Mann korrigieren, so resultiert mit großer Wahrscheinlichkeit eine Unfruchtbarkeit.

Kinderintensivstation

Augenscheinliche Behandlungserfolge haben sich während der letzten 50 Jahre aus neuen chirurgischen Techniken, speziellen Behandlungsstrategien und Fortschritten auf dem Gebiet der Kinderanästhesie, sowie der Neugeborenen- und Kinderintensivmedizin ergeben. Auch eine große angeborene Mißbildung bedeutet heute nicht mehr eine hohe Sterblichkeit oder eine bleibende Invalidität.

Im Donauspital/SMZ-Ost in Wien finden sich nicht nur österreich- sondern auch europaweit beispielhafte Rahmenbedingungen und Strukturen für die chirurgische Behandlung von Kindern. Es stehen zwei Bettenstationen mit 54 Betten und eine hochspezialisierte Kinderintensivstation mit 7 Betten zur Verfügung. Neben der modernsten medizinisch-technischen Ausstattung, erlauben 14 Eltern-Kind-Einheiten die Mitaufnahme der Mutter, des Vaters oder einer anderen, dem Kind nahestehenden Bezugsperson. Die sogenannte Begleithospitalisierung ist aus psychologischen Gründen zu einem international geforderten Humanitätsanspruch geworden. Nach dem Prinzip "Kinder gehören unter Kinder" werden im Donauspital tunlichst alle Kinder, die eine Operation benötigen, an der kinderchirurgischen Abteilung untergebracht. Die medizinischen Fachspezialisten kommen zum Kind. Über 80% der kinderchirurgischen Patienten finden sich in der Altersgruppe zwischen 0 und 14 Jahren.

Für die hochqualitative umfassende chirurgische Behandlung eines Kindes sind im Donauspital, neben dem kinderchirurgischen Team, KinderintensivmedizinerInnen, KinderanästhesistenInnen, KinderärzInnen, Hals-Nasen-Ohren-FachärzteInnen, UnfallchirurgenInnen, GynäkologenInnen, DermatologenInnen, OrthopädInen und Neurochirurgen, neben den diagnostischen medizinischen Fächern, rund um die Uhr verfügbar. Über 20 % aller Narkosen, das sind über 3000 Narkosen von über 15000 pro Jahr werden im Donauspital/SMZOst an Kindern durchgeführt. Die ausschließliche Beschäftigung von diplomiertem Kinderpflegepersonal trägt wesentlich zur umfassenden Betreuung des kranken Kindes bei.

Eine, nach modernsten intensivmedizinischen Richtlinien ausgerichtete Kinderintensivstation ermöglicht die Behandlung von schwierigsten Fällen. Auch die extrakorporale Herz-Lungen Unterstützung in Form der ECMO – Therapie steht zur Verfügung. Bei möglichen Zwischenfällen oder Komplikationen müssen die Kinder nicht abtransferiert werden. Die umfassende Versorgung "unter einem Dach" ist möglich geworden.

Es ist gelungen, im Donauspital ein beispielgebendes Perinatalzentrum einzurichten. Das heißt, daß die pränatale Diagnostik, der Ablauf der Geburt eines mißgebildeten Kindes und die anschließende Korrektur, einschließlich jener Maßnahmen der Rehabilitation, mit höchster medizinischer Qualität ablaufen.

Für die optimale, rasche Versorgung bietet die kinderchirurgische Abteilung gemeinsam mit der Pädatrie eine allgemeine Ambulanz rund um die Uhr. Daneben wurde, dem umfassenden Leistungsspektrum entsprechend, sogenannte Spezialambulanzen eingerichtet, die von speziell ausgebildeten MitarbeiterInnen geführt werden. Zu erwähnen wäre die Hydrocephalus-Ambulanz, die Verletzungs- und Verbrennungsnachsorge-Ambulanz, die Kinderurologische Ambulanz, die Enuresis (Bettnässer) Ambulanz und die abdominale sowie thoraxchirurgische Ambulanz. Aus dem Umstand, daß in Ergänzung zu speziell ausgebildeten Radiologen auch Kinderchirurgen die Ultraschalldiagnostik betreiben entwickelte sich eine Partnerschaft, die höchste diagnostische und therapeutische Qualität gewährleistet.

Eine interdisziplinäre Kinderschutzgruppe, die sich mit dem Thema der Kindesmißhandlung befaßt gehört im Donauspital zum Standard.

An der kinderchirurgischen Abteilung des Donauspitals / SMZ-Ost wird die Korrektur der kongenitalen Mißbildungen, die chirurgische Therapie von Tumoren, Eingriffe an Kopf, Hals, Brustwand, Brusthöhle, Bauchwand und Bauchhöhle, sowie Extremitäten angeboten. Kinderchirurgische Schwerpunkte finden sich in der Behandlung urologischer Erkrankungen (wie z.B. Hodenhochstand, vesikoureteraler Reflux, Nierebeckenabgangsstenosen, Hypospadien, etc.) des Kindes, der kindlichen Allgemein- (wie z.B. Korrektur des Leistenbruchs, der hypertrophen Pylorusstenose, dem M. Hirschsprung, der Analatresie, etc.) und der Thoraxchirurgie (wie z.B. die Korrektur der Trichterbrust, der Ösophagusatresie, verschiedener Malformationen der Lunge, etc.).

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KINDER-UND JUGENDCHIRURGIE WIEN
(eine Serviceleistung des Vereins für Kinderchirurgie und Kinderchirurgische Intensivmedizin)
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