Lungenentzündung beim Kleinkind/Kind (Pneumonie) aus chirurgischer Sicht

Pneumonien, vor allem im Kleinkindesalter, können trotz polyvalentem Impfschutz (Pneumokokken) und aktualisierter Antibiotikatherapie, schwerste Krankheitsverläufe entwickeln, die neben der Intensivmedizin sogar operative Entfernungen von entzündlich zerstörtem Lungengewebe notwendig machen. Dabei ist es von Vorteil pleurale Eiter- und Fibrinansammlungen, sogenannte Empyeme, die zu einer längerfristigen Mangelbelüftung betroffener Lungenabschnitte führen, frühzeitig (innerhalb von 24h) zu entlasten und eine effektive Drainage des Pleuraraumes herbeizuführen. Empyeme, die bereits Fibrinschwarten entwickelt haben können kaum abgesaugt werden. Eine, in den entzündeten Pleuraraum und das Empyem medikamentös - lokal eingebrachte, enzymatische Fibrinolyse ist heute als ein wertvoller moderner Therapieansatz zu betrachten. Auch heute gibt es durch aggressivste Pneumokokkenstämme fortgeschrittene schwere Erkrankungsstadien, wo Lungengewebe komplett zerstört wird und eine frühe chirurgisch - operative Entfernung notwendig ist. Andernfalls kann diese schwerste dahinschwelende - chronische Entzündung neben einer derben Vernarbung von Lungengewebe (Fibrothorax), einer eingeschränkten Lungenfunktion, einer Fehlhaltung (Skoliose) und einer Rechtsherzbelastung schließlich auch lebensbedrohliche Zustände hervorrufen. Diese Infektionen benötigen eine interdisziplinäre Zusammenarbeit eines Ärztestabes, der tagtäglich Kinder behandelt. Die Prävention (Impfung gegen Pneumokokken) der schweren Pneumonie steht im Vordergrund der ärztlichen Maßnahmen.

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